Trauer im Bernhard Vogel: Bernhard Vogel war ein wahrer Glücksfall für Thüringen

Amtsübergabe im Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung von Hans-Gert Pöttering an Norbert Lammert. Berlin, 18. Januar 2018. V.l.n.r.: Bernhard Vogel, Norbert Kammert, Hans-Gert Pöttering. Quelle KAS

Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag hat mit tiefer Trauer und Bestürzung auf die Nachricht zum Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten und Ehrenvorsitzenden der CDU Thüringen, Bernhard Vogel, reagiert.

„Bernhard Vogel war ein wahrer Glücksfall für Thüringen. Seine Leistung beim Wiederaufbau des Freistaats haben Thüringen bis heute geprägt. Für diesen Dienst an unserer Heimat werden wir ihm für immer dankbar sein“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Bühl.

Vogel habe damals in einer schwierigen Lage, ohne zu Zögern, Verantwortung für die Geschicke des Freistaats Thüringen übernommen. Das bleibe auf immer ein herausragendes Beispiel für selbstlosen Dienst an der Gesellschaft, sagt Bühl. Der Fraktionsvorsitzende weiter: „Bernhard Vogel ist als Mensch und als Politiker zum Vorbild einer ganzen Generation geworden. Viele Menschen sind inspiriert von seiner politischen Lebensleistung in die Politik gegangen. Bis zum Schluss war er der CDU in Thüringen ein wichtiger und geschätzter Ratgeber, vor allem auch für uns junge Abgeordnete.“

Sein größter Erfolg bestehe unbestritten darin, Thüringen im Reigen der deutschen Bundesländer wieder in vielen Bereichen auf einem vorderen Platz etabliert und bei der Aufholjagd zu den alten Ländern viel erreicht zu haben. Neben dem Ausbau des Wissenschafts- und Bildungsstandorts Thüringen sei es unter seiner Regierung gelungen, den Transformationsprozess der Thüringer Wirtschaft erfolgreich abzuschließen und damit die Existenz vieler Unternehmen und Arbeitsplätze zu sichern.

„Es ist ihm gelungen, seine Zuversicht auf die Menschen im Freistaat zu übertragen. Von Anfang an wusste er: Es müssen nicht nur Unternehmen und Straßen wieder aufgebaut werden, sondern auch Biografien und soziale Strukturen. Hoffnung und Selbstvertrauen stiften, das war sein zentraler Ansatz der geistigen Führung in einer fordernden und aufwühlenden Zeit“, beschreibt Bühl Vogels Stil.

Das politische Lebenswerk Vogels, Ministerpräsident in zwei Bundesländern, bleibe indes einzigartig. Auch die Breite seines politischen Wirkens sei tief beeindruckend. „Das Ziel der Deutschen Einheit, die Aussöhnung mit unseren europäischen Nachbarn, die Verfassung unserer parlamentarischen Demokratie, die Stärkung der Länder in unserem föderalen Bundesstaat: Zu all diesen Themen hat Bernhard Vogel entscheidende Impulse gesetzt“, betont Bühl.