INSA-Umfrage: Die absolute Mehrheit von 53 Prozent hat den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2025 nicht genutzt

INSA-CONSULERE fragte:  „Haben Sie den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2025 genutzt?“

Die absolute Mehrheit von 53 Prozent hat den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2025 nicht genutzt. 45 Prozent haben diesen hingegen in Anspruch genommen. Zwei Prozent machen hierzu keine Angabe.

Je älter die Befragten, desto höher fällt der Anteil derer aus, welche hier verneinen, von 36 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen bis auf 68 Prozent bei den ab 70-Jährigen. Dieser Anteil überwiegt bei den Umfrageteilnehmern ab 50 Jahren jeweils absolut-mehrheitlich (55 – 68 %). Der umgekehrte Verlauf zeigt sich indes bei jenen, welche den Wahl-O-Mat in Anspruch genommen haben (von 60 auf 31 %). Befragte im Alter zwischen 18 und 49 Jahren geben dies jeweils absolut-mehrheitlich an (50 – 60 %).

Wähler des BSW (51 %), der Linkspartei (52 %) sowie der Grünen (54 %) bejahen hier jeweils absolut-mehrheitlich, wohingegen Wähler der SPD (53 %), der Union (54 %), der FDP sowie der AfD (je 56 %) den Wahl-O-Mat jeweils absolut-mehrheitlich nicht in Anspruch genommen haben.

„Mit welcher Partei haben Sie laut Wahl-O-Mat die größte Übereinstimmung?“
An häufigsten geben die Befragten, welche den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2025 genutzt haben, an, dass sie mit der Union die größte Übereinstimmung haben (22 %). 17 Prozent nennen die AfD, 14 Prozent eine sonstige Partei, 13 Prozent die SPD und zehn Prozent die Grünen. Die anderen Parteien kommen jeweils auf einstellige Werte: die Linke auf acht, das BSW auf sechs und die FDP auf drei Prozent. Weitere sechs Prozent wissen hier keine Antwort oder geben keine.

Es zeigen sich deutlich Überschneidungen zwischen der aktuellen Parteipräferenz der Befragten und den Ergebnissen des Wahl-O-Maten, wobei diese Anteile zwischen 30 Prozent (FDP) und 76 Prozent (AfD) rangieren. FDP-Wähler nennen aber auch die Union zu 23 und die AfD zu 16 Prozent. Bei den anderen Wählergruppen bewegen sich die Übereinstimmungen mit den aktuell nicht bevorzugten Parteien im einstelligen Bereich.

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Hermann Binkert ist 57 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Der Jurist ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Markt- und Meinungsforschungsinstituts INSA-CONSULERE. Bevor er INSA im November 2009 in Erfurt gründete, war Binkert 18 Jahre im öffentlichen Dienst, zuletzt als Staatssekretär in der Thüringer Staatskanzlei und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund, tätig. Heute gehört er zu den renommiertesten Meinungsforschern Deutschlands und erhebt Umfragen für Ministerien im Bund und in den Ländern, für alle Parteien und Fraktionen, die im Bundestag und in den Landtagen vertreten sind. Wöchentlich stellt INSA die Sonntagsfrage für die Bild am Sonntag und die BILD. Das Meinungsforschungsinstitut arbeitet für viele großen Verlage, z. B. Springer, Burda, Funke, Madsack. Es führt aber auch Fokusgruppengespräche und Testkäufe durch.